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Speranza 2000
Ziel fast erreicht
Medienmitteilung vom 1. November 2006
Seit April dieses Jahres engagiert sich eine Gruppe von Unternehmern rund um FDP-Nationalrat Otto Ineichen für Jugendliche, die es auf dem Lehrstellenmarkt besonders schwer haben. Durch die Schaffung von zusätzlichen Vorlehr- und Attestlehrplätzen soll Schulabgängern mit Lerndefiziten oder sozialen Schwierigkeiten eine neue berufliche Perspektive geboten werden. Das hoch gesteckte Ziel von 2000 Ausbildungsplätzen wurde bis 31. Oktober 2006 zwar nicht ganz erreicht, doch die Schaffung von über 1800 Stellen bis zum Stichdatum ist ein Ergebnis, das für die Zukunft hoffen lässt. Dank dem grossen Netzwerk von Otto Ineichen und dem entsprechenden Medienecho entstand in kurzer Zeit der nötige Drive, damit Unternehmer andere Unternehmer zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze motivieren konnten. Dass zahlreiche Kantone, vor allem in der Zentralschweiz, im Sommer dieses Jahres einen Lehrstellenrekord vermeldeten, ist ein positiver Nebeneffekt der Speranza-Bemühungen.
Vom Grossbetrieb zum KMU
Einige Beispiele aus der Praxis veranschaulichen den Erfolg von Speranza 2000. Grossunternehmen wie Coop, Migros, Valora, Mc Donald’s und Vögele Shoes haben über 600 zusätzliche Vorlehr- und Lehrstellen geschaffen. Allein vom Speranza-Hauptsitz in Sursee aus wurden über 4500 Firmen angeschrieben. Neben sämtlichen Grossverteilern waren dies vor allem Unternehmen aus Detailhandel, Gewerbe und Industrie. Darüber hinaus wurden auch Betriebe aus dem Gastgewerbe angegangen, da hier drei verschiedene Attestausbildungen angeboten werden. Insgesamt konnten so über 400 einjährige Vorlehrstellen und knapp 100 Ausbildungsplätze bei der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest geschaffen werden. Auch im niederschwelligen Bereich der regulären, dreijährigen Lehren gab es Erfolge zu vermelden. So wurden allein in den handwerklichen Berufen gegen 300 Ausbildungsplätze geschaffen, hauptsächlich bei den Berufen Maler, Plattenleger und Logistikassistent. Besonders erfolgreich waren die Bemühungen von Speranza in den Kantonen Luzern, Bern, Aargau und Thurgau.
Speranza als Türöffner
Dass noch nicht alle neu geschaffenen Lehr- und Vorlehrstellen besetzt werden konnten, ist einerseits darauf zurückzuführen, dass Motivation und Berufswünsche der Schulabgänger oft nicht mit dem Angebot und den Anforderungen der Betriebe übereinstimmen. Andererseits klappte die Zusammenarbeit zwischen Speranza und den Kantonen bei der Vermittlung der jungen Leute nicht überall gleich reibungslos. Speranza 2000 versteht sich nicht als Konkurrent der Kantone, sondern als Türöffner. Dass das Projekt ein Erfolg wurde, ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Beteiligten bereit waren, Grenzen zu sprengen. Flexibilität und Mut zum Risiko zahlen sich aus. Ein Beispiel: Im Kanton Luzern konnte für mehrere Jugendliche kein kantonales schulisches Angebot bereit gestellt werden, weil dieses bereits voll ausgelastet war. In Absprache mit dem Amt für Berufsbildung und in Zusammenarbeit mit der DAL (Die Alternative Luzern) wurde ein schulisches Angebot auf die Beine gestellt, das mittlerweile von 30 Jugendlichen genutzt wird, für die Speranza Praktikumsplätze vermitteln konnte.
So geht es weiter
Die Speranza-Verantwortlichen sind überzeugt, dass dank der verbesserten Zusammenarbeit mit den kantonalen Ämtern für Berufsbildung im nächsten Jahr viele weitere Lehr- und Vorlehrstellen geschaffen werden können. Eine Herausforderung für die Zukunft besteht auch darin, den Jugendlichen klar zu machen, dass es am Anfang ihres Berufsweges nicht wichtig ist, was für einen Ausbildungsplatz sie haben, sondern dass sie überhaupt einen haben. Nur so können sie ihr Selbstwertgefühl steigern und Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben sammeln. Wie sich Speranza 2000 nach der erfolgreichen Startphase weiter entwickelt, wird an der Medienkonferenz vom 24. November 2006 im Bundesmedienhaus in Bern (10 Uhr) verraten – selbstverständlich in Anwesenheit von Vertretern der Kantone, des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT und der involvierten Unternehmerschaft.
Dank
Den Initianten von Speranza 2000 ist es ein Bedürfnis festzuhalten, dass die kantonalen Berufsbildungsämter, die Gewerbe-, Industrie- und Handelsverbände sowie die kantonalen FDP-Sektionen wesentlichen Anteil am Gelingen des Projektes hatten. Ein besonderer Dank gilt auch der Credit Suisse, der gemeinnützigen Stiftung Symphasis sowie dem BBT für die finanzielle Unterstützung.
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