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Auszeichnung "Politiker des Jahres" gewonnen!
Speranza 2000

Medienmitteilung vom 10. Oktober 2007

Seit bald zwei Jahren engagiert sich eine Gruppe von Unternehmern rund um den Luzerner Nationalrat Otto Ineichen für Jugendliche mit ungünstigen Bildungsvoraussetzungen. Mit Erfolg: Im gemeinsamen Engagement mit den kantonalen Aemtern für Berufsbildung konnte Speranza 2000 per Lehr- und Schulbeginn 2007 schweizweit mehr als 2000 Lehrstellen und Praktikums- und Vorlehrplätze im niederschwelligen Bereich generieren. Das neu eingeführte Networker-Konzept (siehe Kasten) war ein durchschlagender Erfolg und wird 2008 fortgeführt. Gerade bei den kleinen und mittleren Betrieben spürte man eine enorme Bereitschaft zur Übernahme von sozialpolitischer Verantwortung. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden konnte im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbessert werden. Durch die Schaffung zusätzlicher Attestlehrstellen bietet Speranza 2000 Schulabgängern, die schulische oder soziale Schwierigkeiten haben, eine neue berufliche Perspektive. Die Attestausbildungen sind ein ausgesprochener Wachstumsmarkt, da es noch wenige Berufsfelder gibt, die überhaupt eine Attestausbildung anbieten.

Als flankierende Massnahme zur Lehrstellenschaffung hat Speranza deshalb vor einem Jahr einen Fachmann eingesetzt, der in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Branchenverbänden dazu beiträgt, neue Attestberufe zu kreieren. So haben beispielsweise die Branchen Fitness, Kanalreinigung und Kunststoffindustrie beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) einen Antrag auf die Schaffung einer Attestausbildung eingereicht. Speranza 2000 unterstützt die Verbände bei den vorbereitenden Aufgaben und bei der Erstellung der Basisdokumente, um beim BBT einen entsprechenden Antrag für ein neues Berufsbild einreichen zu können. Dieses Jahr will Speranza noch einen Schritt weiter gehen, und sich auch um jene Jugendlichen kümmern, die trotz Bemühungen keine Lehrstelle finden. In den Kantonen Luzern und Aargau, wurde ein Pilotprojekt lanciert, das Jugendliche ohne Lehrstelle in ein Perspektiven-Camp aufnimmt, damit sie bildungsfähig bleiben und sich nicht arbeitslos melden müssen.

Networker-Konzept
So funktioniert das Rekrutierungskonzept von Speranza 2000: Pro Kanton werden einer oder mehrere «Networker» bestimmt, die eine zuvor realistisch bestimmte Anzahl Attestlehrstellen akquirieren. Die «aus der Region stammenden und mit der Unternehmenskultur bestens vertrauten» Networker haben eine Türöffnerfunktion: Sie überzeugen Unternehmer innerhalb ihres Netzwerks, neue Attestlehrstellen zu schaffen. Die Networker werden pro geschaffenen Ausbildungsplatz entschädigt. Für die Vermittlung der Lehrstellen suchenden Jugendlichen in die von Speranza bereit gestellten Plätze ist das jeweilige Amt für Berufsbildung zuständig.