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Speranza 2000
Unternehmer gegen Jugendarbeitslosigkeit
Medienmitteilung zur Konferenz vom 6. Juni 2006
Eine Gruppe von Unternehmerinnen und Unternehmern um Nationalrat Otto Ineichen (FDP) setzt sich für die Lehrstellenvermittlung und -beschaffung ein. Mit dem Projekt Speranza 2000, das heute an einer Medienkonferenz vorgestellt wurde, sollen Jugendliche mit schulischen Lerndefiziten oder sozialen Schwierigkeiten eine neue Berufsperspektive erhalten: Kurzfristig mit der Zuweisung in ein einjähriges Praktikum, mittelfristig mit der Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen bei der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest.
Der Verein Speranza 2000, der von Nationalrat Otto Ineichen präsidiert und von den Verbundpartnern der Berufsbildung unterstützt wird, setzt beim Angebot an. Otto Ineichen: "Speranza-Unternehmer motivieren andere Unternehmer innerhalb ihres Netzwerkes, soziale Verantwortung für die Jugend zu übernehmen, und neue Ausbildungsplätze im niederschwelligen Bereich zu schaffen." Die Kantone decken die Nachfrageseite ab. Deren Aufgabe ist es, laut Priska Fischer vom Amt für Berufsbildung des Pilotkantons Luzern, "mit einem fachgerechten individuellen Coaching die Jugendlichen ohne Anschlusslösung in die vom Speranza-Netzwerk bereit gestellten zusätzlichen Lehr- und Praktikumsplätze zu vermitteln." Nationalrat Ineichen bezeichnet den Einbezug der Kantone in das Projekt als eigentlichen Schlüssel zum Erfolg: "Dadurch wird vor allem sicher gestellt, dass Unternehmen, die ausbilden wollen, effizient zu ihrer Bewilligung und die Lernenden zu einer qualitativ hochstehenden Ausbildung kommen."
Erstes Etappenziel von Speranza 2000 ist die Vermittlung von 2000 Jugendlichen bis Ende Oktober 2006. Zur Trägerorganisation des Vereins Speranza 2000 gehören die Verbundpartner der Schweizerischen Berufsbildung (Schweizerischer Gewerbeverband, Schweizerischer Arbeitgeberverband, Schweizerische Erziehungsdirektoren-Konferenz, Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz) sowie der Verein Speranza FDP Basel-Land und Initiant Otto Ineichen. Bundesrat Joseph Deiss lobte an der Medienkonferenz die Initiative: "Das Projekt Speranza 2000 ist Ausdruck des gemeinsamen Engagements der Unternehmen und der öffentlichen Hand. Es beweist, dass die Verbundpartnerschaft in der Schweizer Berufsbildung funktioniert." Das Projekt, das in fünf Kantonen bereits initiiert wurde (LU, AG, ZH, BL, GR), läuft drei Jahre und wird laufend den Anforderungen angepasst. Das Projekt wird finanziell gemeinsam von der Wirtschaft und dem Bund getragen.
An der Medienkonferenz wurden auch erste konkrete Ergebnisse vorgestellt. So wird Coop Schweiz sein Lehrstellenangebot in den nächsten zwei Jahren um 500 Plätze erhöhen, hauptsächlich im niederschwelligen Bereich. Die Schurter AG wird ab Oktober 2006 fünf zusätzliche Praktikumsplätze bereitstellen. Auch KMU-Betriebe wie die Luzerner Röösli AG machen bei Speranza 2000 mit.
Die Aufgabe von Speranza 2000 ist also klar die Schaffung von Praktikums- und Lehrstellenplätzen. Sobald ein Betrieb bereit ist, zusätzliche Stellen zu schaffen, wird Speranza 2000 dies dem kantonalen Amt für Berufsbildung mitteilen. Dieses wird dann mit dem Betrieb direkt Kontakt aufnehmen und ausgesuchte Dossiers zustellen.
Speranza 2000 kann Jugendlichen nicht selber eine Lehrstelle vermitteln.
Für weitere Auskünfte
Susanne Peyer, Tel. 041 925 05 70,
info@speranza2000.ch
www.speranza2000.ch
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